Kiefergelenksbehandlung

Symptomatik

Eine Vielzahl von Symptomen kann die Diagnose schwierig machen. Häufig schmerzen die Kiefermuskulatur und/oder die Kiefergelenke beim Kauen.

Andere Symptome können sein:

  • Eingeschränkte Kieferöffnung
  • Knacken oder Reiben der Kiefergelenke beim Öffnen oder Schließen der Kiefer
  • Ausstrahlende Schmerzen in Mund, Zähne, Gesicht, Kopf-, Nacken, Schulter und/oder Rücken, Hals-Wirbelsäulen-Schulterprobleme, eingeschränkte Kopfdrehung, Kopfschmerzen
  • Plötzlich auftretende Probleme mit der Passung der Zähne aufeinander.
  • Es können aber auch unangenehme Ohren- sowie Augenschmerzen ein Symptom sein.
  • Ebenfalls können Schwindel, Pharynxprobleme (Heiserkeit, Halsscherzen, Globusgefühl) sowie mentale Veränderungen auftreten.

Therapie

Grundgedanke bei der Behandlung von CMD ist eine schonende und reversible Vorgehensweise. Dabei werden wissenschaftlich anerkannte Therapiekonzepte je nach Schweregrad eingesetzt und individuell auf den Patienten abgestimmt.

  1. Eine Aufklärung des Patienten über die Krankheitszusammenhänge und eine korrekte Diagnosestellung ist der erste und wichtigste Schritt für eine positive Beeinflussung des Krankheitsgeschehens.
  2. Hinweise zur Selbstbehandlung, Dehnübungen, Wärme- oder Kälteanwendungen, Entspannungsübungen und/oder Stressbewältigung, helfen in sehr vielen Fällen.
  3. Eine Okklusionsschiene (Aufbissbehelf) wird vom Zahnarzt häufig eingesetzt und führt meistens zu einer Entspannung der Kau- und Kopfmuskulatur sowie zu einer Entlastung der Kiefergelenke.
  4. Physiotherapie hilft in vielen Fällen, muskuläre Verspannungen im ganzen Körper zu reduzieren. Das Lösen von fixierten knöchernen und/oder bandhaften sowie kapsulären Strukturen mit Hilfe von manuellen Techniken trägt zum Behandlungserfolg bei.
  5. Manchmal sind schmerzlindernde, entzündungshemmende, muskelrelaxierende Medikamente/Nahrungsergänzungsmittel notwendig um einer Chronifizierung des Schmerzgeschehens Einhalt zu gebieten und die Lebensqualität zu verbessern.
  6. Triggerpunkttherapie bringt der Muskulatur dauerhaft Linderung.
  7. Umfangreiche Zahnsanierungen, kieferorthopädische oder chirurgische Maßnahmen sollten nur bei strengster Indikation Anwendung finden.
  8. Unerlässlich ist die gute Zusammenarbeit mit einem begleitenden Zahnarzt.
  9. Die angrenzenden Beschwerden werden individuell mitbehandelt und gegebenenfalls differentialdiagnostisch abgeklärt.